Dabei wird der BMI - leicht zu handhaben - zu Recht kritisiert. Die Aussagekraft ist nämlich begrenzt, da der Körperbau und die Muskelmasse sehr unterschiedlich sein können. Inzwischen weiß die Medizin, dass der sportliche Mops meist gesünder ist als die unsportliche Bohnenstange. Wenn schon Dienstärzte die gesundheitliche Eignung für die Übernahme in das Beamtenverhältnis feststellen, darf man sicher mehr an medizinischer Intelligenz und Differenzierung erwarten als der schlichte Verweis auf den BMI, den sogar der Autor mit wenigen Fragen ermitteln könnte. Trotzdem wenden die Arbeitgeber des öffentlichen Dienstes den BMI mechanisch an und versperren so immer mehr jungen Menschen mit zweifelhafter Begründung den Zugang zu ihrem Wunschberuf, z.B. als Lehrerin oder Feuerwehrmann.
Michael W. Felser
Rechtsanwalt